Glossar: Fachbegriffe, einfach erklärt.
In Angeboten, Reports und Beratungsgesprächen fliegen viele Begriffe durch den Raum. Hier stehen die 58 wichtigsten, so erklärt, dass man sie ohne Marketing-Studium versteht. Fehlt einer?Sag uns Bescheid.
SEO & Sichtbarkeit
- Backlink#
- Ein Link von einer fremden Website auf deine. Google wertet gute Backlinks als Empfehlung. Gekaufte Link-Pakete wirken kurz und schaden dann lange.
- Crawler#
- Das Programm, mit dem Google Websites abgrast und einliest. Wenn der Crawler deine Seite nicht versteht oder nicht erreicht, hilft der beste Inhalt nichts.
- GEO#
- Generative Engine Optimization. Der junge Bruder von SEO: Statt um die Google-Trefferliste geht es darum, dass KI-Systeme wie ChatGPT oder Googles KI-Übersicht dein Unternehmen nennen, wenn jemand nach deiner Leistung fragt.
- Indexierung#
- Die Aufnahme deiner Seiten in Googles Datenbank. Was nicht im Index ist, kann nicht gefunden werden, egal wie gut es ist.
- Keyword#
- Der Suchbegriff, den jemand bei Google eintippt. Gutes SEO fängt damit an zu wissen, welche Keywords deine Kunden wirklich benutzen. Das ist oft nicht das Wort, das du selbst verwenden würdest.
- KI-Übersicht#
- Die von Google generierte Antwort-Box, die bei vielen Suchen inzwischen über den normalen Treffern steht (auch AI Overview genannt). Wer dort als Quelle auftaucht, wird gesehen, auch wenn niemand mehr klickt.
- Local SEO#
- Sichtbarkeit in der lokalen Suche, vor allem in der Karten-Box mit den drei Einträgen. Für Betriebe mit Kundschaft aus der Region oft wichtiger als alles andere. Dreh- und Angelpunkt ist das Google-Business-Profil.
- Meta-Description#
- Der kurze Beschreibungstext unter dem blauen Titel im Google-Ergebnis. Beeinflusst das Ranking kaum, aber sehr wohl, ob jemand klickt. Fehlt sie, zeigt Google irgendeinen Textfetzen von der Seite.
- Ranking#
- Deine Position in den Suchergebnissen für einen bestimmten Begriff. Platz 1 bis 3 bekommen den Löwenanteil der Klicks, ab Seite 2 wird es einsam.
- SEO#
- Suchmaschinenoptimierung. Alles, was dafür sorgt, dass deine Website in der normalen Google-Suche weiter oben steht, ohne dass du für Klicks bezahlst. Braucht Geduld, hält dafür lange.
- SERP#
- Die Google-Ergebnisseite (Search Engine Results Page). Also das, was du siehst, nachdem du etwas gesucht hast: Anzeigen oben, normale Treffer darunter, oft noch eine Karten-Box dazwischen.
- Sitemap#
- Eine Datei, die Google alle Seiten deiner Website auflistet. Eine Art Inhaltsverzeichnis für den Crawler, damit nichts übersehen wird.
- Suchintention#
- Was jemand mit seiner Suche vorhat. Wer „Markise Kosten“ googelt, informiert sich. Wer „Markise kaufen Chemnitz“ tippt, will einen Anbieter. Für beide braucht es unterschiedliche Seiten.
- Title-Tag#
- Der Seitentitel, den Google als blaue Überschrift im Suchergebnis anzeigt. Eine der wichtigsten Stellschrauben im SEO, weil er über Ranking und Klickrate mitentscheidet.
Werbung & Kampagnen
- A/B-Test#
- Zwei Varianten gegeneinander laufen lassen, etwa zwei Anzeigentexte oder zwei Überschriften auf der Landingpage. Die Zahlen entscheiden, nicht das Bauchgefühl.
- Conversion#
- Der Moment, in dem ein Besucher das tut, was du dir wünschst: Anfrage abschicken, anrufen, kaufen, Termin buchen. Alles davor ist Vorbereitung.
- Conversion-Tracking#
- Die Messung dieser Momente. Ohne Tracking weißt du nur, was Klicks kosten, aber nicht, welche Kampagne Kunden bringt. Muss sauber und DSGVO-konform eingerichtet sein.
- CPC#
- Cost per Click, der Preis für einen einzelnen Klick auf deine Anzeige. Je nach Branche ein paar Cent bis zweistellige Eurobeträge.
- CTR#
- Click-Through-Rate, die Klickrate. Wie viele von denen, die deine Anzeige oder dein Suchergebnis gesehen haben, tatsächlich geklickt haben. Ein guter Gradmesser dafür, ob Text und Angebot ziehen.
- Google Ads#
- Googles Werbeplattform. Hier laufen die Anzeigen über den Suchergebnissen, aber auch Banner im Netz und Werbung auf YouTube.
- Impressionen#
- Wie oft deine Anzeige oder Seite eingeblendet wurde. Sagt allein noch nichts über Erfolg, ist aber die Basis für alle anderen Kennzahlen.
- Kosten pro Anfrage#
- Was dich eine echte Kundenanfrage über die Kampagne kostet (auch CPA oder Cost per Lead genannt). Für uns die ehrlichste Kennzahl: Klicks zahlen keine Rechnungen, Anfragen schon.
- Landingpage#
- Die Seite, auf der jemand nach dem Klick auf eine Anzeige landet. Sie sollte genau das Thema der Anzeige aufgreifen. Wer auf „Markisen“ klickt und auf einer allgemeinen Startseite landet, ist meist sofort wieder weg.
- Meta Ads#
- Werbung auf Facebook und Instagram. Stark, wenn Menschen dein Angebot noch nicht aktiv suchen, du sie aber über Interessen und Region erreichen willst.
- Retargeting#
- Werbung, die gezielt Menschen wieder anspricht, die schon einmal auf deiner Website waren. Wirksam, aber einwilligungspflichtig und in der Dosierung eine Geschmacksfrage.
- ROAS#
- Return on Ad Spend. Wie viel Umsatz jeder Werbe-Euro zurückbringt. Ein ROAS von 5 heißt: 1 € Werbung, 5 € Umsatz.
- SEA#
- Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising), meist Google Ads. Deine Anzeige steht sofort oben, dafür kostet jeder Klick. Das Gegenstück zu SEO, im Idealfall macht man beides.
Web & Technik
- Above the fold#
- Der Bereich einer Website, den man ohne Scrollen sieht. Hier entscheidet sich in Sekunden, ob jemand bleibt. Der Begriff stammt aus der Zeitungswelt: alles über dem Falz.
- Absprungrate#
- Der Anteil der Besucher, die deine Seite ansehen und wieder gehen, ohne irgendetwas zu tun. Hohe Absprungraten sind ein Hinweis, dass Erwartung und Inhalt nicht zusammenpassen.
- Alt-Text#
- Die Textbeschreibung eines Bildes im Code. Screenreader lesen sie blinden Nutzern vor, Suchmaschinen verstehen darüber den Bildinhalt. Kleines Detail, doppelter Nutzen.
- CMS#
- Content-Management-System, etwa WordPress. Die Verwaltungsoberfläche, mit der du Texte und Bilder deiner Website selbst pflegen kannst, ohne Code anzufassen.
- Core Web Vitals#
- Googles Messwerte für die gefühlte Geschwindigkeit einer Website: Wie schnell ist das Wichtigste sichtbar, wie schnell reagiert die Seite, springt beim Laden etwas hin und her. Fließen ins Ranking ein.
- Domain#
- Deine Adresse im Netz, zum Beispiel gumu-agentur.de. Gehört im Zweifel zu den wertvollsten Dingen deines Online-Auftritts und sollte immer auf dich registriert sein, nicht auf deine Agentur.
- Hosting#
- Der Server, auf dem deine Website liegt. Billiges Hosting merkt man an der Ladezeit und spätestens dann, wenn etwas kaputt ist und niemand rangeht.
- Ladezeit#
- Wie lange deine Seite braucht, bis sie nutzbar ist. Jede Sekunde kostet Besucher. Unser Anspruch: unter anderthalb Sekunden auf dem Handy.
- Responsive Design#
- Eine Website, die sich jeder Bildschirmgröße anpasst, vom Handy bis zum großen Monitor. Da über die Hälfte der Besuche mobil kommt, wird bei uns zuerst fürs Handy gedacht.
- SSL / HTTPS#
- Die verschlüsselte Verbindung zwischen Browser und Website, erkennbar am Schloss in der Adresszeile. Heute Pflicht: Ohne HTTPS warnen Browser deine Besucher aktiv.
- Strukturierte Daten#
- Maschinenlesbare Zusatzinfos im Code deiner Website (Schema.org): Öffnungszeiten, Bewertungen, FAQ, Firmendaten. Google nutzt sie für erweiterte Suchergebnisse, KI-Systeme zum Fakten-Lernen.
- Wireframe#
- Der Drahtgitter-Entwurf einer Website, ganz in Grau. Klärt Aufbau und Inhalte, bevor über Farben und Bilder geredet wird. Spart erstaunlich viele Diskussionen.
Design & Marke
- Branding#
- Der Aufbau deiner Marke: Wofür stehst du, wie trittst du auf, wie redest du. Das Logo ist davon nur der sichtbarste Teil.
- Corporate Design#
- Das einheitliche Erscheinungsbild deiner Firma: Logo, Farben, Schriften und die Regeln, wie sie eingesetzt werden. Sorgt dafür, dass man dich von der Visitenkarte bis zur Website wiedererkennt.
- CTA#
- Call to Action, die Handlungsaufforderung: „Jetzt Angebot anfordern“, „Termin buchen“. Klingt banal, aber Seiten ohne klaren CTA lassen Besucher ratlos zurück.
- Favicon#
- Das Mini-Symbol deiner Website im Browser-Tab. Winzig, aber es ist erstaunlich oft das, woran Nutzer deinen Tab zwischen zwanzig anderen wiederfinden.
- Mockup#
- Eine realistische Vorschau, wie etwas fertig aussehen wird: die Website im Laptop-Rahmen, das Logo auf dem Shirt. Hilft, Entwürfe zu beurteilen, bevor produziert wird.
- Tonalität#
- Wie deine Marke klingt, wenn sie spricht. Locker per Du oder seriös per Sie, knapp oder ausführlich. Wichtig ist nicht welche, sondern dass es überall dieselbe ist.
- UX#
- User Experience, das Nutzungserlebnis. Findet man sich zurecht, geht alles leicht von der Hand, nervt nichts. Gutes UX fällt nicht auf, schlechtes sofort.
Print & Textildruck
- Beschnitt#
- Die Zugabe von ein paar Millimetern rund um ein Druckdokument. Beim Zuschneiden gibt es immer minimale Abweichungen; der Beschnitt verhindert weiße Blitzer am Rand.
- CMYK & RGB#
- Zwei Farbwelten: RGB ist Licht und gilt für Bildschirme, CMYK ist Druckfarbe und gilt für Papier. Wer RGB-Daten in den Druck gibt, wundert sich über flaue Farben.
- DPI#
- Dots per inch, die Auflösung im Druck. Für scharfe Ergebnisse braucht es rund 300 dpi. Ein Bild von der Website (72 dpi) reicht für ein Plakat deshalb fast nie.
- Flex & Flock#
- Zwei Veredelungsarten im Textildruck: Flex ist glatt und konturenscharf, Flock samtig und erhaben. Beides wird mit der Transferpresse aufgebracht und hält viele Wäschen durch.
- Sublimation#
- Ein Textildruck-Verfahren, bei dem die Farbe direkt in die Faser übergeht. Man fühlt nichts, sieht aber alles. Funktioniert auf hellen Polyesterstoffen, ideal für vollflächige Motive.
- Transferpresse#
- Die Maschine, mit der Motive unter Hitze und Druck auf Textilien gebracht werden. Bei uns steht dafür eine Schulze Heat Press in der Werkstatt in Flöha.
- Vektorgrafik#
- Eine Grafik aus mathematischen Kurven statt Pixeln (z. B. SVG, EPS, AI). Lässt sich beliebig groß skalieren, ohne unscharf zu werden. Für Logos und Druck die einzig richtige Form.
Recht & Daten
- Consent#
- Die Einwilligung des Besuchers, bevor Tracking oder externe Dienste laden dürfen. Ein sauberer Consent-Banner fragt ehrlich und lädt vorher wirklich nichts.
- Cookies#
- Kleine Datensätze, die Websites im Browser ablegen. Technisch notwendige sind erlaubt, alles fürs Tracking braucht eine Einwilligung. Daher die Banner.
- DSGVO#
- Die europäische Datenschutz-Grundverordnung. Regelt, was Websites mit Besucherdaten tun dürfen. Betrifft praktisch jede Firmenwebsite, von Cookies über Formulare bis zu eingebetteten Karten.
- Impressumspflicht#
- Geschäftliche Websites in Deutschland brauchen ein Impressum mit Name, Anschrift und Kontakt. Fehlt es oder ist es unvollständig, drohen Abmahnungen.
- Tracking#
- Das Messen von Besucherverhalten, etwa mit Google Analytics. Nützlich, um die Website zu verbessern, aber nur mit Einwilligung und sparsam eingesetzt.
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